Mit bayerischem Charme
Aktuell im Tonstudio: Michael Fitz lässt den historischen Roman „Die Henkerstochter“ von Oliver Pötzsch lebendig werden
Die Geschichte des historischen Romans „Die Henkerstochter“ hat für Oliver Pötzsch eine ganz persönliche Bedeutung. Als Nachkomme einer alteingesessenen Henkersfamilie aus dem bayerischen Schongau räumt der Autor in seinem Roman mit einigen Vorurteilen auf. So zeigt er beispielsweise, dass der Henkersberuf nicht nur mit Folter und Mord verknüpft war. Tatsächlich waren viele Henker ebenso Heiler, die sich mit der Wirkung von Kräutern auskannten und von der Bevölkerung in Gesundheitsfragen aufgesucht wurden. Verknüpft werden diese durchaus überraschenden Fakten mit einer spannenden Handlung:
In der bayerischen Stadt Schongau wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Alles deutet auf Hexenwerk hin. Sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter der Folter ein Geständnis entlocken. Doch er ist überzeugt davon, dass sie unschuldig ist. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Medicus Simon macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter…
Michael Fitz setzt den Roman mit viel bayerischem Charme gekonnt in Szene. Der gebürtige Münchner verleiht den Figuren mit seiner leicht bayerisch gefärbten Sprache Authentizität und erweckt sie so zum Leben. Der Autor selbst ließ es sich nicht nehmen, bei der Aufnahme einen Tag im Studio vor Ort zu sein und so der Vertonung seine ganz persönliche Note zu verleihen. Und Oliver Pötzsch kommt im wahrsten Sinne des Wortes auch „selbst zu Wort“, da er das Hörbuch mit einem persönlichen Vorwort einleitet.
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